Leichtathletiktraining ohne Hund

Viele Turnierhundsportler kennen das Problem, der Hund ist bei den Laufdisziplinen schneller im Ziel als der Mensch und die Gesamtpunktzahl wird durch die Laufzeiten des zweibeinigen Partners beschränkt.

Was bietet sich da besser an, als Rat bei denen zu suchen, die immer ohne Hund trainieren. Daher haben die THS-Sportler des LV Westfalen beim Leichtathletikverein SC Eintracht Dortmund angefragt und kamen in Kontakt mit einer ausgebildeten Trainerin, die gerne bereit war für unsere 2-Beiner ein Seminar zum Hürdenlauf und Sprint anzubieten.

Am 16. Juni war es dann soweit und 15 THS-Sportler hatten sich für dieses Seminar angemeldet. Beeindruckend war schon das Ambiente, denn trainiert wurde im Stadion Rote Erde in Dortmund in direkter Nachbarschaft zum Stadion des deutschen Fußballmeisters.

Doch bevor das eigentliche Training anstand, war erst einmal aufwärmen angesagt. Nachdem alle Sportler eine gute Betriebstemperatur hatten, ging es an den Hürdenlauf. Das Motto hierfür war recht einfach: Schnell an die Hürden ran laufen, schnell überwinden und schnell weiterlaufen. Insbesondere wurde hierbei auf das Überlaufen niedriger Hürden bei hoher Geschwindigkeit, als auch dem Absprung mit beiden Beinen eingegangen.

Vor dem Einführen der Sprinttechniken standen Übungen zur Laufkoordination an und jeder konnte sehr schnell feststellen, wo seine persönlichen Mängel liegen.

Alle Teilnehmer waren von dem Seminar sehr angetan und überlegten, sich im kommenden Winter in einer Sporthalle gemeinsam besser auf die anstehenden Sprints vorzubereiten.

Allen anderen Landesverbänden oder THS-Vereinen kann nur empfohlen werden sich einfach mal mit einem lokalen Leichtathletikverein in Kontakt zu setzen, da die Kosten für einen Seminartag unter professioneller Anleitung deutlich günstiger sind, als wir ursprünglich angenommen hatten.

Text und Bilder: Martin Schlockermann